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(Ra)Mira als Mama - Erste Lektionen in Sachen Erziehung...

Aktualisiert: 26. Apr 2019


Aus der Verpaarung Pandur von der Eulenstadt und unserer Ramira von der kleinen Oase gingen nach liebevoll ausgetauschten Zärtlichkeiten beim zweiten Anlauf nunmehr endlich dieses Jahr ein gelungener Wurf kleiner „Monster“ hervor. Einer schöner als der andere – wie wir finden – aber wer meint das nicht von seinem A-Wurf...


Wie auch immer, alles klappte wunderbar. Mira brachte also am 13.03.2012 ohne Probleme ihre Babys auf die Welt, wenngleich das erste zu klein war und wir es nach einigen Stunden „hergeben“ mussten. Sehr instinktsicher entband sie ihre Welpen, versorgte sie und sortierte dann nach einiger Zeit das noch lebende zu schwache Erstgeborene aus. Nun gut, Mutter Natur weiß, was sie tut...


Nach 2 Wochen intensiver Wurfkistenarbeit verlegte sie nach und nach ihre Aktivitäten wieder in Richtung Wohnzimmer und Garten und ging selbstverständlich bei jedem Quieken oder Quäken sofort los, um nach dem Rechten zu sehen. Nach und nach wurden die kleinen groß – viel zu schnell, hatte ich zumindest das Gefühl – und fingen nach dem Umzug in einen größeren Innen- und Außenspielplatz sehr bald an, die Welt zu erobern. Was für ein Spaß, ihnen dabei zuzuschauen!


Mira nahm's gelassen und ließ die Kleinen immer wieder, auch mehrere Stunden allein, war sie doch von den kleinen Nimmersatten stets mit Beschlag belegt, aber die schliefen ja noch viel im Alter von 3-4 Wochen. So nahm sie sich zwischendurch eben ihre wohlverdiente Auszeit.


Es war etwa Anfang der 4. Lebenswoche der Lütten, als ich unserer fleißigen Mama ein halbes leckeres Würstchen gab. Nicht das sie das täglich bekommt, aber hin und wieder und nach so einer Plage mit den Kinder ist das doch legitim, oder? Normaler Weise legt sie sich damit gemütlich auf den Teppich, schaut es sich in aller Ruhe an, riecht eine ganze Weile ganz entzückt an dem so begehrten Ding um es dann in aller Seelenruhe langsam nach und nach zu verspeisen.


Naja, mag nicht ganz typisch sein für ein Tier namens Hund, hat doch so mancher schon beim Hinhalten einer Leckerei Angst um seine Finger, aber so ist sie halt, sie genießt eben gute Dinge, wie es sich für eine echte Lady gehört.


An jenem Tag allerdings hatte sie etwas anderes im Sinn, das sah ich ihr gleich an. Sie nahm sich also das halbe Würstchen, schaute mich an und ging zu ihrem Welpengitter, blieb stehen und schaute mich erneut an. „Och, sollen die Babys auch was ab haben?“ fragte ich sie und mich gleichermaßen verwundert. Miras Blick war eindeutig, und ihr leises quieken sagte mir, dass ich sie richtig verstanden hatte, also öffnete ich die kleine Tür am Gehege und sofort war Mama Mira umringt von 6 neugierigen und hungrigen kleinen Wollknäueln, die nichts besseres zu tun hatten, als in Richtung Würstchen vorzustoßen.


Die bisher immer so liebevolle Mami, der Futterspender war aber auf einmal aber gar nicht mehr so lieb wie sonst, das sollten nunmehr auch ihre Kleinen erfahren, galt es doch erste

Erziehungsschritte einzuleiten. Mit geschickten Kopfdrehungen entging das Würstchen in Mira's Maul erst einmal den hungrigen kleinen Mäulern, sie sich über den köstlichen Geruch so gar nicht beruhigen konnten und immer wieder versuchten, ein Stück der noch fremden Leckerei ab zu bekommen.


Mira wiederum legte sich samt Würstchen mitten zwischen die Welpen und sobald auch nur einer mehr als 10 cm an sie heran kam, wurde dieser vehement angeknurrt. Ja, das gab's noch nie! Die verstörten Blicke der Welpen kann sich sicherlich jeder vorstellen. Da war die sonst so fürsorgliche Milchtheke in Mutters Gestalt, die immer für einen sorgte und nun plötzlich ganz andere Töne!?! Kam einer der Lütten noch näher an das auf dem Boden liegende gute Stück heran, na, da lernten sie die Schnapptechnik ihrer Mutter kennen. Nach wenigen Minuten war also so geklärt, wie das mit der Rangordnung bei Fressen ist. Alle 6 lagen im Kreis um Mutters Schnauze, davor das Würstchen, alle Köpfe auf dem Boden, Abstand ca. 20 cm und keiner traute sich auch nur einen Mucks zu machen. Nun fing Mira dann auch endlich an ihre Köstlichkeit, wie immer, ganz langsam zu verspeisen. Ich hatte das Gefühl, so langsam hat sie es noch nie gefressen und die hungrige Meute musste mit weit aufgerissenen Augen zusehen, wie das duftende Stück Fleisch in Mutters Maul verschwand...


Tja, das war die aller erste Lektion in Richtung erwachsen werden unserer kleinen properen Bande. Im übrigen wurde diese Lektion einige Tage später mehrfach mit Dörrfleisch und einem Markknochen wiederholt – nur zur Sicherheit – damit auch der Dümmste verstanden hatte wie das mit dem Fressen in Zukunft zu laufen hat. Mal sehen, was unsere Kleine noch so alles anstellt, um anständige Elos aus den kleinen Wuseln zu machen...


Aus der Lektion „Markknochen“ anbei einige Bilder...



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Über uns

Ich, Heinz Szobries, bin von Beruf Tierpfleger und war fast 40 Jahre im Zoo Hannover tätig. 

1987 begannen wir mit den Vorbereitungen der Elo-Zucht. Mittlerweile sind meine Frau Marita und ich über 30 Jahre mit der Zucht des Elo® beschäftigt.

Im Laufe der Zeit wurde die „Elo® Zucht- und Forschungsgemeinschaft e.V.“, kurz EZFG gegründet, die mit mehr als 1.000 Mitgliedern die Zucht des Elo® mit unterstützt.

Auf einem ehemaligen Bauernhof, ca 17.000 qm groß, haben wir später dann die Zuchtstätte und Tierpension „Von der kleinen Oase“ gegründet.

 

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