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Über uns

Ich, Heinz Szobries, bin von Beruf Tierpfleger und war fast 40 Jahre im Zoo Hannover tätig. 

1987 begannen wir mit den Vorbereitungen der Elo-Zucht. Mittlerweile sind meine Frau Marita und ich über 30 Jahre mit der Zucht des Elo® beschäftigt.

Im Laufe der Zeit wurde die „Elo® Zucht- und Forschungsgemeinschaft e.V.“, kurz EZFG gegründet, die mit mehr als 1.000 Mitgliedern die Zucht des Elo® mit unterstützt.

Auf einem ehemaligen Bauernhof, ca 17.000 qm groß, haben wir später dann die Zuchtstätte und Tierpension „Von der kleinen Oase“ gegründet.

 

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Die Zuchtstätte - Aufzucht, Haltung und Beobachtung unserer Hunde

Die Zuchtstätte „von der kleinen Oase“ besteht seit 1987. Als meine Frau und ich sie gründeten lag unsere Zuchtstätte in Hannover zwischen Zooeingang und Zooparkplatz, ähnlich wie eine kleine Oase. Obwohl wir nach und nach fast den gesamten Garten unseren Hunden zur Verfügung stellten, betrug die gesamte Fläche ca. 500 qm. Einige Hunde lebten mit uns im Haus, andere lebten im Rudel im Garten, wo sich auch mehrere Schutzhütten befanden. Unsere Hunde waren täglich zahlreichen Umweltreizen ausgesetzt. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden wir und unsere Hunde durch Reinigungsmaschinen geweckt. Tagsüber war lautes Kindergeschrei und Autolärm zu hören.

Unser Hundebestand betrug ca. 10 Hunde, die in verschiedenen Rudeln aufgeteilt waren. Während der Läufigkeit wie auch kurz vor der Geburt wurden die Hündinnen bei uns im Haus untergebracht. Um den erblichen Einfluss auf das Verhalten besser beurteilen zu können, wurde das Verhalten unserer Hunde nicht all zu viel beeinflusst.


In den späten Abendstunden bekamen unsere Hunde im täglichen Wechsel im nahegelegenen Stadtwald ihren Auslauf. Sechs bis sieben Hunde wurden an verschiedenen Leinen, die wiederum an einem Gurt, den ich mir zuvor umschnallte, befestigt waren, gleichzeitig ausgeführt. Die ersten 500 m an der Leine, dabei musste auch eine verkehrsreiche Straße überquert werden, danach wurden sie freigelassen. Nach dem Freilassen versuchte ich allen möglichen Gefahren auszuweichen. Sah ich bereits aus großer Entfernung einen Radfahrer oder Jogger entgegenkommen, ging ich ca. 10 m in den Wald und versuchte die Hunde, je nach Situation, durch bestimmte Pfeiflaute zu mir zu locken, so dass die meisten Jogger oder Radfahrer die Anwesenheit eines Hunderudels nicht wahrnahmen. Sofern dies möglich war, bog ich in einen anderen Weg ab.

Sah ich, dass mir andere Hunde entgegenkamen, versuchte ich zuvor deren Verhalten einzuschätzen, was mir nach jahrelangen Beobachtungen auch meistens gelang. Sofern es erforderlich war, nahm ich einige meiner Hunde an die Leine, insbesondere wenn mir Schäferhundmischlinge entgegenkamen, da diese fast alle panikartig die Flucht ergriffen, wenn sie von mehreren Hunden gleichzeitig stürmisch begrüßt wurden. Deshalb wurden zuvor alle Hunde, die die erwähnte Veranlagung hatten, vorübergehend angeleint.


Während der Vogelbrutzeit wurden die Hunde bis zu der ca. 2 km weit entfernt liegenden Hundewiese an der Leine geführt. Hier wurden freilaufende Hunde geduldet. Auf der Hundewiese gab es regelmäßig Begegnungen mit Hunden anderer Rassen.

Um mehr Platz für unsere Hunde aber auch um bessere Voraussetzungen für unsere vor ca. 20 Jahren begonnenen Verhaltensbeobachtungen zu haben, sind wir Anfang 2003 von Hannover nach Dedelstorf gezogen. Dort haben wir eine ehemalige, am Ortsrand liegende Hundepension mit einem Grundstück von ca.17000 qm gekauft.

In unserem neuen Zuhause sind einige Hunde im Haus und andere in großräumigen Gehegen untergebracht, wobei das größte Gehege ca. 2000 qm misst. Dies wird im Wechsel von verschiedenen Hunderudeln genutzt. Damit unsere Junghunde in einer erlebnisreichen Umwelt aufwachsen, haben wir dieses Gehege nicht nur mit zahlreichen Spiel- und Klettermöglichkeiten ausgestattet, sondern auch mit zwei Teichen, die durch einen Graben verbunden sind. Hinter dem ersten Teich befindet sich ein Hügel mit einem Wasserfall. Damit die Hunde bereits im frühen Alter lernen auch durch Röhren zu laufen, wurden in den Hügeln mehrere Röhren eingebaut. Die Teiche wurden insbesondere deshalb gebaut, um dem Hund eine Bademöglichkeit zu bieten, aber auch um gleichzeitig zu beobachten, ob bei den Elo's eine Veranlagung zum Baden, Schwimmen oder gar Tauchen vorhanden ist.

Im Laufe vieler Jahre konnten wir feststellen, dass die meisten Elos keine Neigung zum Baden zeigen. Allenfalls gehen sie bis zum Bauch ins Wasser. Demgegenüber kann man bei den etwas älteren Welpen beobachten, dass sie anfangs beim Spielen mit Artgenossen versehentlich ins Wasser laufen. Da jedoch alle Welpen von Natur aus schwimmen können, ist es für sie auch kein Problem wieder schwimmend das Wasser zu verlassen. Nachdem sie diese Erfahrung gemacht haben, machen sie um die Teiche einen Bogen.


In der Regel wünscht man sich auch nicht, dass der Familienhund gerne badet, mitunter auch in Schlammlöchern. In diesen Fällen müsste man den ansonsten recht geruchsarmen Elo zu Hause abduschen, damit er nicht stinkt, was die meisten Elo-Hunde nicht mögen.

Um den Hunden auch einige sonnige Flächen zu bieten, gleichzeitig aber auch um zu beobachten, wie geschickt Elo's im Klettern und Balancieren auf schaukelnden Ästen und Brettern sind, haben wir in diesem Gehege mehrere Bäume gefällt, deren Äste in einer Höhe von ca. 1,50 m abgesägt wurden. Danach wurden über den Ästen mehrere waagerechte Bretter befestigt. Durch schräggestellte Bretter wurden mehrere Auf- und Abgänge geschaffen. Elo®, die eine Neigung zum geschickten Klettern zeigen, wären auch für die Ausbildung wie bspw. als Rettungshunde besonders geeignet. Gleichzeitig bieten diese Baumstämme auch Versteck- und Rückzugmöglichkeiten.

Durch die Verhaltensbeobachtung der Elo®-Hunde in dem abwechslungsreich gestalteten Gehege, können auch ihre Eignungen und Fähigkeiten zwecks Auswahl für die Weiterzucht oder zur Ausbildung wie bspw. als Behindertenbegleit- oder als Rettungshund erkannt werden.  

Da wir uns neben der Hundezucht auch mit der Verhaltensforschung, insbesondere mit dem erblichen Einfluss auf das Verhalten, beschäftigen, hat der Umzug von Hannover nach Dedelstorf zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet.

 

Inzwischen haben sich auf der Elo-Ranch die Haltungsbedingungen im Gegensatz zu der Enge der Großstadt für unsere Hunde verbessert und auch grundlegend verändert. Unsere Junghunde wachsen hier unter ganz anderen Lebensbedingungen auf. Die Umweltreize haben sich erheblich verändert. Hier wachsen unsere Welpen und Junghunde in einer ruhigen, dennoch reizvollen Umwelt auf. Um unserer teilweise bewaldetes Grundstück, ist sowohl von Wäldern, als auch von Ackerflächen umgeben. So können die Hunde des öfteren landwirtschaftliche Maschinen hören und auch beobachten. In ca. 1 km Entfernung befinden sich Bahngleise, wo gelegentlich Güterzüge entlangfahren. Täglich können unsere Hunde ankommende und abfahrende Autos hören und beobachten.

Im ständigen Wechsel hat ein Teil unserer Hunde Zugang zu uns ins Haus, wie auch auf dem großen Hof Freilauf. Bei einigen Elos kann auch das Tor offen bleiben ohne dass sie dazu neigen würden den Hof zu verlassen um dann auf die in ca. 50 Meter entfernte Straße zu laufen. So haben wir, im Gegensatz zu Hannover, hier auch die Möglichkeit die Hunde auf Ortstreue zu überprüfen. Beim Ausführen unserer Hunde begegnen wir, im Gegensatz zu Hannover, fast nie Menschen oder Artgenossen.

Jährlich ziehen wir mehrere Junghunde für die Weiterzucht auf, von denen nur die am Besten geeigneten Hunde für die Zucht eingesetzt werden. Im Alter von 3 Monaten werden zahlreiche Tests durchgeführt. Das Verhalten des Welpen bzw. Junghundes wird dabei nach der Trennung vom Hunderudel in ganz unterschiedlichen Situationen beobachtet und getestet, wie zB.: Die Gewöhnung an die Leinenführigkeit, die erste Autofahrt, der erste Spaziergang in fremder Umgebung wie in der freien Natur, aber auch durch eine belebte Straße. Weil einige Tests hier nur schwierig durchzuführen sind, wie bspw. die ersten Begegnungen mit Joggern, Radfahrern, freilaufenden fremden Artgenossen, werden wir diese Verhaltensbeobachtungen auch weiterhin in belebten Umgebung durchführen.

Erstaunlich dabei war, dass zwischen den in Dedelstorf und den in Hannover aufgewachsenen Elo® bisher keine deutlich erkennbaren Verhaltensunterschiede festgestellt werden konnten. Dies weist wiederum einmal mehr darauf hin, dass die von uns gewonnenen Erkenntnisse zutreffend sind, dass das Verhalten bei artgerechter Aufzucht und Haltung überwiegend durch das Erbgut bestimmt wird.

 

Dieser bereits begonnene Verhaltensvergleich bei der Aufzucht in der Großstadt wird in sehr ruhiger, ländlicher Umgebung, wo, wie bereits beschrieben, die Aufzucht- und Haltungsbedingungen extrem unterschiedlich sind, weiter fortgeführt. Hierbei steht wiederum im Mittelpunkt die Fragestellung, werden die sich bereits beschriebenen ersten Beobachtung auch bei einer größeren Anzahl von Hunden bestätigen.

 

Nach dem Umzug wurden uns von einer Elo-Besitzerin zwei Ponys angeboten, die wir dann auch übernommen hatten. Diese Chance haben wir dann auch genutzt um zu beobachten wie sich die einzelnen Elos insbesondere bei der ersten Begegnung mit Ponys verhalten. Einige Jahre später haben wir für die beiden Ponys aus Zeit- und Platzgründen ein neues Zuhause gesucht. Weitere Beobachtungen der Junghunde wurden dann in einem in der Nähe liegenden Gehege wo Wildschweinen lebten gemacht.

Neues Gehege

 

Nach zweijähriger Bauzeit wurde ein weiteres interessantes Gehege in der Größe von 2000 qm mit großem Badeteich für Hunde fertiggestellt. In dem Gehege befinden sich mehrere Hügel, die miteinander durch Balken und Bretter verbunden sind. Hier haben unsere Hunde bereits im jungen Alter auch die Möglichkeit von einem zum anderen Hügel über schmale Bretter, die in ca. 1,60 m Höhe angebracht sind, zu balancieren.

Auf dem naheliegenden Badeteich können sie an das Bootfahren gewöhnt werden, aber auch schwimmen. Das Gehege mit dem Badeteich ist von dem daneben liegenden Gehege getrennt, das wir für die Aufzucht von Junghunden ab ca. 5 Monaten nutzen. Um praktische Erfahrungen zu sammeln haben wir hier in ca. zwei Meter Höhe eine Plattform gebaut. Diese können die Hunde über eine Treppe, wie sie auch in Häusern üblicherweise gebaut wird, erreichen.